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Reinkarnation und die Wissenschaft
Foto: kittinit / Shutterstock.com

Reinkarnation und die Wissenschaft

Sobald es zur Debatte zwischen Wissenschaft und Religion kommt, kann man sich sicher sein, dass hier keine einvernehmliche Lösung gefunden wird. Das macht natürlich Sinn, denn schliesslich haben beide Zweige vollkommen andere Ideen und Überlegungen, was eine Übereinstimmung natürlich ausserordentlich schwierig macht.

Zudem unterscheiden sich Wissenschaft und Religion stark in der Art, wie sie Beweise für ihre Theorien erbringen. Hier spielt keine Religion oder spirituelle Theorie eine Ausnahme, denn wohl keine dieser Ideen kommt mit den Ergebnissen der Wissenschaft auf einen Nenner. Zwar haben sich einige Religionen im Laufe der Zeit an Resultate der wissenschaftlichen Überlegungen angepasst, doch komplett wird das Ganze wohl nie zusammenpassen.

Allerdings fällt es genauso schwer, eine Entscheidung zu treffen, wer denn nun recht hat und wer falschliegt. Denn im Grunde basiert alles auf Überlegungen, die schlichtweg nicht zu beweisen sind. Denn vor allem zwei Dinge beschäftigen die Wissenschaft und die Religion, wenn eine solche Debatte herrscht. Die erste Frage ist die Frage nach der Geschichte der Religionen, den heiligen Bücher und der historischen Wahrhaftigkeit.

Die zweite Frage, welche noch deutlich intensiver behandelt wird und für die meisten Menschen vermutlich auch deutlich spannender ist, ist die Frage nach dem Leben danach. Was geschieht mit uns beziehungsweise unserer Seele, wenn wir von dieser Erde gehen? Keiner kann eine Antwort auf diese Frage haben, da eine Antwort schlichtweg unmöglich ist. Da aus diesem Grund keiner seine Theorie beweisen kann, finden die beiden Parteien natürlich nicht zusammen.

Wie wir wissen, glauben viele Religionen an ein Leben danach.

Es wird gesagt, dass die Seele in das Paradies kommt und in Frieden leben kann. Doch nicht jede Religion denkt so wie das Christentum und der Islam. In den fernöstlichen Religionen des Buddhismus und des Hinduismus dominiert eine andere Theorie: die Theorie der Reinkarnation beziehungsweise der Wiedergeburt.

Was für viele sicherlich ein spannendes Thema ist, ist für die Gläubigen dieser Religionen völlig normal. Sie arbeiten jeden Tag darauf hin, eine gute Wiedergeburt zu erfahren und ihre Seele irgendwann aus dem Kreislauf der Reinkarnationen befreien zu können. Doch natürlich ist auch hier absolut nichts bewiesen. Dennoch ist es interessant zu wissen, was die Wissenschaft eigentlich zur uralten Theorie der Reinkarnation sagt.

Reinkarnation - eine uralte Idee

Bei der Reinkarnationstheorie handelt es sich um eine jahrtausendealte Idee, welche ursprünglich vermutlich aus dem Fernen Osten stammt und heute noch immer primär dort vertreten ist. Besonders im Buddhismus und im Hinduismus spielt die Wiedergeburt eine entscheidende Rolle für die Religion und das Leben der Gläubigen.

Dabei ist das Prinzip der Reinkarnation gar nicht schwer zu verstehen. Im Grunde geht die Seele nach dem Ableben nicht in das Paradies oder den Himmel, sondern wird in einem anderen Körper wiedergeboren.

Ob die Seele in einem Menschen, einem Tier, einer Pflanze oder einem Stein wiedergeboren wird, spielt dabei keine Rolle. Die Seele wird hierbei so oft wiedergeboren, bis sie irgendwann in den Zustand der Erlösung gelangt, das Nirwana. Dieser Prozess kann zwar häufig über Millionen Wiedergeburten dauern und verlangt ein gutes Karma-Konto, doch die Gläubigen sehen es als lohnenswert an. Denn im Nirwana sind alle menschlichen Eigenschaften und Emotionen weg. Die Seele befindet sich also in einem absoluten Gleichgewicht und völliger Ruhe.

Die Meinung der Wissenschaft

Die Wissenschaft glaubt, wie bereits erwähnt, nicht an die Theorie der Reinkarnation. Besonders in der heutigen Zeit, in der immer mehr Menschen von Wiedergeburt sprechen, muss die Wissenschaft anerkennen, dass es weder Beweise für noch gegen die Reinkarnation gibt.

Üblicherweise erzählen Betroffene meist Geschichten aus einem früheren Leben und erzählen diese häufig sehr detailliert und deutlich. Sie erkennen Orte, an denen sie nie zuvor gewesen sind, und haben Vorstellungen davon, wann und warum sie an diesem Ort bereits einmal gewesen sind.

Klingt auf den ersten Blick sehr überzeugend, doch wenn es detaillierter werden soll, dann stimmen die Geschichten des Erzählenden und die historischen Fakten oft nicht mehr überein. Zudem sollen sich die meisten Menschen mit einer Reinkarnationserfahrung in einem Zustand der Trance befinden. In einem solchen Zustand wird das Feld der Wahrnehmung stark verengt und die Fantasie stark angeregt.

Bilden sich diese Menschen also alles nur ein und erfinden das Ganze teilweise ungewollt? Das weiss keiner. Es kann sein, muss es aber nicht. Hier sind wir wieder beim typischen Problem zwischen Wissenschaft und Religion. Es gibt eben keine tatkräftigen Beweise, welche eine der beiden Seiten stärken könnte.

Nicht ohne Grund heisst es, an eine Religion zu glauben. Jeder darf das glauben, was er möchte. Man sollte sich jedoch mit beiden Seiten auseinandersetzen und sich anschliessend seine eigene Meinung bilden. Denn nur auf diese Weise kann man verstehen, was sowohl Wissenschaft als auch Religion zu sagen haben und was sie mit ihren Theorien eigentlich meinen.


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